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Lingen in der NS-Zeit

N O C H   E I N M A L   P R Ä S E N T A T I O N   I M   E M S L A N D M U S E U M 

Aufgrund zahlreicher Nachfragen wird die Präsentation „Lingen im Nationalsozialismus“ am Freitag (26.4., 16 u. 19.30 Uhr) im Museum in der Burgstraße erneut gezeigt. Dr. Andreas Eiynck gibt dabei einen Überblick der Jahre 1933 bis 1945. Hierzu laden der Heimatverein und das Emslandmuseum alle Interessierten ein.


N A Z I S   N U T Z E N   B L O C K H Ü T T E N A F F Ä R E   Z U M   A N G R I F F 

Anhang zahlreicher Bilder und Dokumente beschreibt der Referent eingangs, wie die Nationalsozialisten in Lingen ohne eine Mehrheit in der Bevölkerung oder im Stadtrat dennoch die Macht übernehmen und einen NSDAP-Mann als Bürgermeister installieren konnten. Mit Tricks und Gewalt wurden politische Gegner eingeschüchtert oder ausgeschaltet. Jeder Widerstand, ja schon Widerspruch gegen das System war gefährlich und das wurde auch öffentlich so verkündet.
Eine wichtige Rolle spielte dann Mitte der 30er-Jahre die Auseinandersetzung zwischen dem NS-Staat und der katholischen Kirche unter dem aus Lingen stammenden Bischof Wilhelm Berning. Im Mittelpunkt stand dabei die sogenannten „Blockhüttenaffäre“ im Frühjahr 1935. Die Nationalsozialisten nutzen dieses Ereignis zu einem Generalangriff auf katholische Jugendgruppen, die christliche Lehrerschaft und die katholische Geistlichkeit.


W I R T S C H A F T L I C H E R   A U F S C H W U N G   A U F   K O S T E N   D E R   J U D E N 

Geschildert werden auch die sogenannten „Erfolgsjahre“ des Regimes, in denen sich die Wirtschaft erholte und die Arbeitslosigkeit rasch zurückging. Politische Repressionen und die Verfolgung von Gegnern nahmen auch viele Lingener damals teilnahmslos hin. Die meisten interessierten sich nicht dafür, dass dieser Aufschwung aus dem geraubten Vermögen der Juden finanziert und über die Aufrüstung Deutschlands umgesetzt wurde. Andere fürchteten Nachteile oder Verfolgung, wenn sie ihre Stimme dagegen erhoben. Jeder Widerstand wurde im Keim erstickt, während sich das Regime bei Aufmärschen, Großkundgebungen, im Glanz von Sportveranstaltungen und Olympischen Spielen sonnte.


P R O P A G A N D A S M A S C H I N E R I E   L I E F   B I S   Z U M   B I T T E R E N   E N D E 

Mit Beginn des Zweiten Weltkriegs nahm die Gewalt des Systems ungehemmt zu. Aus der Judenverfolgung wurde der Holocaust, friedliche Nachbarstaaten wurden militärisch erobert, ihre Bevölkerung gewaltsam unterdrückt und ihre Wirtschaft ausgeplündert. Doch auch die deutsche Bevölkerung spürte bald die Folgen des Krieges. Immer mehr junge Männer starben an allen Fronten Europas und 1944 war Lingen das Ziel zweier verheerender Luftangriffe mit vielen Toten.
Bis zur letzten Minute lief auch im Emsland die Propaganda- und Unterdrückungsmaschinerie des NS-Staates. Die Stadt Lingen sollte bis zur letzten Patrone gehalten werden, um die Gegner an der Ems aufzuhalten. Der Kampf um die strategisch wichtige Stadt forderte viele Opfer und führte zu schweren Verwüstungen im Stadtgebiet. Anfang April 1945 rückten die alliierten Truppen in Lingen ein, die letzten verbliebenen Nazis flüchteten. Erst allmählich realisierten die Meisten, dass die Besetzung durch die Kriegsgegner die Befreiung vom Nationalsozialismus war.

Die etwa einstündige Präsentation findet am Freitag (26.4.) um 16.00 Uhr und 19.30 Uhr statt. Der Eintritt beträgt 5 Euro, für Heimatvereinsmitglieder 3 Euro.

Fotos: Bildarchiv Emslandmuseum Lingen

Bild 1:
Mit der Wiederaufrüstung Deutschlands in der Zeit des Nationalsozialismus wurde Lingen Garnison und der Markt zum Aufmarschplatz für Wehrmachtsparaden. Über die Zeit von 1933 bis 1945 informiert am Freitag (26.4., 16 und 19.30 Uhr) noch einmal eine Präsentation im Emslandmuseum.

Bild 2:
Nicht harmlos: ein Liederabend der Lingener NS-Frauenschaft. Auch viele zählten zu den begeisterten Anhängern Adolf Hitlers. Darüber berichtet am Freitag (26.4., 16 und 19.30 Uhr) noch einmal Dr. Andreas Eiynck bei einer Präsentation im Emslandmuseum.

Bild 3:
Aus dem Volkstrauertag wurde unter den Nationalsozialisten der Heldengedenktag, der ab 1934 vor dem neuen Kriegerdenkmal am Alten Friedhof begangen wurde. Über die Jahre von 1933 bis 1945 in Lingen berichtet Dr. Andreas Eiynck am Freitag (26.4., 16 und 19.30 Uhr) noch einmal im Emslandmuseum.

Bild 4:
Truppenparaden auf dem Lingener Marktplatz gehörten in der Zeit des Nationalsozialismus zum öffentlichen Leben und den nationalen Feiertagen. Darüber berichtet am Freitag (26.4., 16 und 19.30 Uhr) Dr. Andreas Eiynck noch einmal bei einer Präsentation im Emslandmuseum.




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