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Unterwegs in der Ukraine

A U F   D E N   S P U R E N   D E S   G E F A L L E N E N   O N K E L S   A U S   G E R S T E N 

„In der Todesmitteilung unseres Onkels Hermann heißt es: `Geboren am 27. November 1913, gefallen am 1. Februar 1943 in einem Gefecht am Bahnhof Kisslowka bei Charkow […]`.“

So lautete die Einleitung zu einem Bildervortrag über eine Reise in die Ukraine, die unser Forscherkollege Ansgar Benedixen gemeinsam mit seinem Bruder Bernhard im Juli 2007 unternommen hat. Mit dabei: Ruslan, ein ukrainischer Begleiter, der in der Hauptstadt Kiew zu dem Duo stieß. Bis hierher waren die beiden Reisenden mit der Bahn gelangt – fortan sollte es in Ruslans Auto weiter gen Osten gehen.


E I N   F R I E D E N S B A U M   F Ü R   D E N   G E F A L L E N E N   O N K E L 

Zentrales Ziel war zunächst der Soldatenfriedhof von Charkow in der Ostukraine, auf dem die Familie Benedixen bereits vor Jahren einen Friedensbaum für den gefallenen Onkel Hermann hatte pflanzen lassen. Dieser Soldatenfriedhof ist Teil eines der städtischen Friedhöfe von Charkow. Er umfasst ca. 5 ha und ist für rd. 40.000 deutsche Gefallene geplant. Bislang sind dort die Gebeine von ca. 36.000 deutschen Soldaten eingebettet.


Durch Recherchen in Charkow bekamen die drei Reisenden dann heraus, dass der Ort Kisslowka (russ.) bzw. Kissliwka (ukr.) nicht – wie ursprünglich angenommen – ein Ortsteil von Charkow, sondern ein kleiner Ort an der östlichen Grenze des Landkreises Charkow war und ist. Das hieß für die kleine Reisegruppe: Weiter nach Osten, zum Ort der „grünen Kirschen“, wie die Übersetzung von Kissliwka lautet.


N E U E   S P U R E N   A U F   D E M   S O L D A T E F R I E D H O F 

Bereits vor Reiseantritt hatte unser Forscherkollege vom Volksbund Kriegsgräberfürsorge Informationen über die Kriegsereignisse um 1942/1943 in der östlichen Ukraine erhalten. Während der Begegnung mit dem für den Soldatenfriedhof zuständigen Umbetter haben die Brüder ergänzende Hinweise und überraschende und auch neue Erkenntnisse über das Schicksal eines weiteren Onkels, nämlich den seit Januar 1943 verschollenen Bruder von Hermann, erfahren. Daher hat das Trio seine Expedition über Kissliwka hinaus bis an die östliche Grenze der Ukraine ausgedehnt, in rd. 2.700 km Entfernung von Gersten, dem Geburtsort der beiden Onkel.


B E W E G E N D E   B E G E G N U N G E N 

In seinem Vortrag hat Ansgar Benedixen die überaus freundliche und herzliche Begegnung mit den Ukrainern betont. Dabei sei ihr Begleiter Ruslan der „Türöffner“ für die zahlreichen Begegnungen mit der örtlichen Bevölkerung gewesen. Hierdurch seien ihnen viele spannende und bewegende Gespräche mit den Menschen vor Ort ermöglicht worden, u. a. mit Zeitzeugen aus der Kriegszeit.
Letztlich, so betonte der Vortragende, hätten die Brüder Benedixen im Rahmen der gut einwöchigen Tour mit Ruslan - neben der Erforschung des Verbleibs ihrer Onkel - einen wertvollen Einblick in die Kultur und das Leben in der Ukraine erhalten.


Geheimnisvolle Zeichen und Symbole
Histor. Spaziergang durch die Große Straße

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