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Archivalie de Monats
Geschichte Lingens
Chronik der Stadt Lingen
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Die preußische Post Um 1650 hatte sich auf der Strecke Hamburg–Lingen–Zwolle–Amsterdam eine Reitpost etabliert, die sich im Laufe der Zeit als überaus profitabel erweisen sollte. Zu ihr gehörte auch eine Poststation in Lingen, die von der Posthalterfamilie zur Eyck betrieben wurde. Doch die Reitpost blieb nicht lange ohne Konkurrenz. 1702 fiel Lingen an Preußen, und Preußen bemühte sich fortan, in Lingen ein eigenes Postwesen zu etablieren.

 

Die holländisch-hamburgische Post Die Anfänge des Lingener Postwesens werden allgemeinhin in die Mitte des 16. Jahrhunderts datiert. 1554 richtete Johann von Ligne, Statthalter des Königs von Spanien in Friesland, Groningen, Drenthe und Overijssel, einen Kurierdienst zwischen Lingen, Vechta und Vörden ein, um die Korrespondenz mit Heinrich II., Herzog zu Braunschweig-Lüneburg, sicherzustellen.

 

Das Kernkarftwerk Lingen Teil II Die Bauarbeiten am Kernkraftwerk Lingen begannen am 1. Oktober 1964 und dauerten keine vier Jahre. Am 31. Januar 1968, vor rund fünfzig Jahren also, wurde der Reaktor zum ersten Mal kritisch, und am 1. Juli 1968 nahm das Werk den kommerziellen Betrieb auf.

 

Das Kernkraftwerk Lingen Das geplante Werk war ein Demonstrationskraftwerk. In dem kuppelförmigen Reaktorgebäude befand sich ein Siedewasserreaktor mit insgesamt 284 Brennelementen. Das Kühlwasser wurde aus einer alten, von der Schiffahrt nicht mehr benötigten Fahrt des Dortmund-Ems-Kanals entnommen.

 

Ein Chronist der Industrialisierung Einige der interessantesten Ansichten Lingens aus dem 19. Jahrhundert stammen aus der Hand des Lithographen Friedrich Gottlieb Müller. Geboren wurde er 1816 als Sohn eines Leinenwebers im thüringischen Roda, dem heutigen Stadtroda.

 

Studentenexzesse Als 1697 in Lingen die Hohe Schule gegründet wurde, entstand innerhalb der Stadt eine neue Bevölkerungsgruppe: Studenten. Die Studenten verfügten über ein quasiständisches, am Adel orientiertes Selbstbewusstsein und legten entsprechenden Wert auf ihre Freiheiten.

 

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