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Von Höfen und Hufen, Eschen und Kämpen

A R B E I T S K R E I S   L I N G E N E R   F A M I L I E N F O R S C H E R 

Der Arbeitskreis Lingener Familienforscher lädt herzlich zur adventlichen Vortragsveranstaltung am

Donnerstag, 1.12.2016 - 18.00 Uhr
Gaststätte Timmer
Forstweg 44
Lingen-Altenlingen

Für die diesjährige Veranstaltung konnten wir den Historiker Dr. Christof Spannhoff gewinnen, er berichtet über die


L I N G E N E R   L A N D W I R T S C H A F T   U N D   B Ä U E R L I C H E R   A L L T A G 

im Spiegel des Tecklenburger Lehnsverzeichnisses von 1541

Die Landwirtschaft der Vormoderne, also der Zeit vor 1800, unterschied sich fundamental von der heutigen Agrarproduktion und Viehhaltung. Im Laufe des 19. Jahrhunderts setzten Veränderungen ein, deren Folgen und Auswirkungen bis heute andauern. Mit der sogenannten Bauernbefreiung, dem Wegfall der Abgaben und Lasten sowie dem Erwerb der Hofstellen vom Grundherrn wurde aus dem hörigen Bauern der ökonomisch orientierte Landwirt. Die zuvor von gemeinschaftlichen und nachhaltigen Strukturen geprägte Landwirtschaft wurde individualisiert und intensiviert. So teilte man etwa die extensiv genutzten Gemeinheitsflächen unter den Bauern auf und führte sie einer gesteigerten land- oder forstwirtschaftlichen Nutzung zu.

Durch sogenannte Meliorationen, also wörtlich „Verbesserungen“, wurden zuvor unbebaute Flächen kultiviert und ackerbaulich genutzt. Die Düngung der Böden wurde gesteigert. Zur effektiveren Düngergewinnung aber musste das Vieh ganzjährig aufgestallt werden. Später kam der Einsatz von Kunstdünger hinzu. Auch die Mechanisierung der Landwirtschaft wurde in den letzten 200 Jahren immerzu ausgebaut und verbessert.

Doch wie funktionierte eigentlich das landwirtschaftliche System im nördlichen Westfalen vor diesen revolutionären Veränderungen der letzten zwei Jahrhunderte? Dieser Frage geht der Historiker Dr. Christof Spannhoff in seinem Vortrag nach, für den er ein Tecklenburger Lehnsverzeichnis aus dem Jahr 1541 ausgewertet hat, das zahlreiche Informationen aus dem Gebiet zwischen Lingen und Minden enthält und aufschlussreiche Einblicke in die spätmittelalterliche und frühneuzeitliche Land- und Viehwirtschaft der Region sowie die damalige bäuerliche Rechts- und Lebenswelt ermöglicht.

Bildunterschrift:
Arbeiten im Haus, auf dem Feld und im Garten. Holzschnitt aus Vergils „Georgica“, Straßburg 1502.


A N M E L D U N G 

Nach Vortrag und Diskussion ist ab 19.45 Uhr ein gemeinsames Abendessen vorgesehen. Wir haben ein kleines Schnitzel-Büffet organisiert. Der Kostenbeitrag für das Abendessen beträgt 14 Euro. In netter Runde besteht Gelegenheit mit Kolleginnen und Kollegen genealogische Erfahrungen auszutauschen.

Wir bitten wir um kurze
Anmeldung bis zum 27.11.2016 (Sonntag)

per email an Joachim Schulz jockel.lingen@t-online.de oder bei Gerda Nichau gerda.nichau@yahoo.de. Bitte teilt uns mit, ob Ihr am gemeinsamen Abendessen teilnehmen möchtet.


Richter, Henker und Halunken
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