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Familienforschung

Familienforschung aktuell

Der Heimatverein wurde 1963 gegründet. Er nannte sich zunächst „Heimatverein für den Kreis Lingen“; seine Tätigkeit erstreckte sich über das gesamte damalige Kreisgebiet. Nach der Gebietsreform gab er sich 1978 den Namen „Heimatverein für das Lingener Land“. Eine erneute Umbenennung erfolgte 1986. Entsprechend seinem vorrangigen Tätigkeitsgebiet nennt sich der Verein seitdem „Heimatverein Lingen (Ems)“. Der Heimatverein Lingen (Ems) hat heute ca. 479 Mitglieder.

Die Erforschung der regionalen Geschichte fördert der Heimatverein auf verschiedene Weise. Er unterstützt die Drucklegung und Verbreitung heimatkundlichen Schriften durch finanzielle Zuschüsse oder tritt selbst als Herausgeber auf. Viele Mitglieder arbeiten als aktive Heimatforscher in verschiedenen Arbeitsgruppen mit. Umfangreich ist die Liste der Bücher und Aufsätze, die in den vergangenen Jahrzehnten veröffentlicht wurden. Regelmäßig veranstaltet der Heimatverein zusammen mit dem Stadtarchiv den „Tag der Lingener Geschichte“. Zahlreiche schriftliche und gegenständliche Zeugnisse du Heimatgeschichte wurden durch den Heimatverein und seine Mitglieder dem Emslandmusem Lingen und dem Stadtarchiv Lingen übergeben und stehen dadurch der Allgemeinheit zur Verfügung.

Johann Michael von Loen

Johann Michael von Loen

Johann Michael von Loen (1694–1776), der Großonkel Goethes und ein hochgebildeter preußischer Geheimrat, sorgte im 18. Jahrhundert europaweit für Aufsehen. Mit seinem umstrittenen Werk „Die einzige wahre Religion“ forderte er vehement den Zusammenschluss aller christlichen Konfessionen.

Die daraus resultierenden heftigen Anfeindungen in seiner Heimatstadt Frankfurt am Main veranlassten ihn 1752, als Regierungspräsident in die Provinz nach Lingen zu wechseln. Seine Hoffnungen auf eine friedvolle Zeit erfüllten sich dort jedoch nicht: Er erlebte vier Jahre lang französische Geiselhaft während des Siebenjährigen Krieges, erblindete fast vollständig und verstarb schließlich 1776 fernab der Frankfurter Gelehrtenwelt.

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Bramsche

Bramsche

Bramsche – heute der flächenmäßig größte Ortsteil von Lingen – blickt auf eine Siedlungsgeschichte zurück, die von Großsteingräbern der Jungsteinzeit bis zur Eingemeindung im Jahr 1974 reicht.

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Auf der Zunge des Löwen

Auf der Zunge des Löwen

Im Jahr 1975 sorgte anlässlich der 1000-Jahr-Feier der Stadt die Behauptung, das historische Territorium Lingen besitze die Form einer Löwenzunge, für reichlich Verwunderung. Dieser merkwürdige Vergleich geht indirekt auf die berühmte Karte „Leo Belgicus“ von 1583 zurück, auf der Lingen genau auf der Zungenspitze der als Löwe dargestellten Niederlande liegt. Zudem birgt diese Platzierung eine gewisse Ironie, da der Stadtname klanglich stark an das lateinische Wort „lingua“ für Zunge erinnert. Bis heute spiegelt sich diese faszinierende Verbindung zum „König der Tiere“ im Lingener Stadtwappen wider, das von zwei Löwen mit passenderweise herausgestreckten Zungen gehalten wird.

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