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Familienforschung

Familienforschung aktuell

Der Heimatverein wurde 1963 gegründet. Er nannte sich zunächst „Heimatverein für den Kreis Lingen“; seine Tätigkeit erstreckte sich über das gesamte damalige Kreisgebiet. Nach der Gebietsreform gab er sich 1978 den Namen „Heimatverein für das Lingener Land“. Eine erneute Umbenennung erfolgte 1986. Entsprechend seinem vorrangigen Tätigkeitsgebiet nennt sich der Verein seitdem „Heimatverein Lingen (Ems)“. Der Heimatverein Lingen (Ems) hat heute ca. 479 Mitglieder.

Die Erforschung der regionalen Geschichte fördert der Heimatverein auf verschiedene Weise. Er unterstützt die Drucklegung und Verbreitung heimatkundlichen Schriften durch finanzielle Zuschüsse oder tritt selbst als Herausgeber auf. Viele Mitglieder arbeiten als aktive Heimatforscher in verschiedenen Arbeitsgruppen mit. Umfangreich ist die Liste der Bücher und Aufsätze, die in den vergangenen Jahrzehnten veröffentlicht wurden. Regelmäßig veranstaltet der Heimatverein zusammen mit dem Stadtarchiv den „Tag der Lingener Geschichte“. Zahlreiche schriftliche und gegenständliche Zeugnisse du Heimatgeschichte wurden durch den Heimatverein und seine Mitglieder dem Emslandmusem Lingen und dem Stadtarchiv Lingen übergeben und stehen dadurch der Allgemeinheit zur Verfügung.

Das Mausoleum Koke

Das Mausoleum Koke

Der aus Lingen stammende Müller Friedrich Koke wanderte Ende des 19. Jahrhunderts nach Chile aus, wo er mit seiner eigenen Kokenmühle in Rancagua großen wirtschaftlichen Erfolg erlangte. Nach seinem Tod im Jahr 1924 wurde auf seinen Wunsch hin bis 1930 das neoklassizistische Mausoleum Koke auf dem Alten Friedhof in Lingen errichtet, in dem er und weitere Familienmitglieder schließlich ihre letzte Ruhe fanden. Heute dient das historische Bauwerk nach einer aufwendigen Grundsanierung als städtisches Kolumbarium, während im fernen Chile der „Parque Koke“ bis in die Gegenwart an das transatlantische Erbe der Auswandererfamilie erinnert.

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Darme

Darme

Die Siedlungsgeschichte Darmes reicht bis in die Steinzeit zurück, wobei die Gemeinde jahrhundertelang durch die Dynamik der Ems und die Entwicklung des adeligen Gutes Haneken geprägt wurde. Während der konfessionellen Spannungen des 17. Jahrhunderts diente der Ort als katholisches Refugium mit Notkirchen und symbolträchtigen Wappensteinen gegen die reformierten Oranier. Im 20. Jahrhundert transformierte sich die ehemalige Bauerschaft durch massiven Kanalbau, die Ansiedlung der Energiewirtschaft und den freiwilligen Zusammenschluss mit Lingen zu einem modernen Industriestandort.

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Die Gouverneure von Lingen

Die Gouverneure von Lingen

Während des Achtzigjährigen Krieges wechselte die strategisch wichtige Festung Lingen mehrfach zwischen spanischer und niederländischer Hand, wobei verschiedene Gouverneure die militärische Führung übernahmen. Besonders prägend waren Ereignisse wie die verheerende Pulverexplosion von 1607 unter dem Grafen von Solre oder die Amtszeit des korsischen Strategen Pompeo Giustiniano, der für seine Armprothese als „Eisenarm“ bekannt war. Erst mit der Schleifung der Festungswerke im Jahr 1632 endete die belastende Ära Lingens als dauerhafte Garnisonsstadt vorläufig.

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